20. Juni 2019

Notwendige Angaben in einer Rechnung seit dem 1.1.2004


Der Vorsteuerabzug ist erst möglich, wenn eine ordnungsgemäße Rechnung vorliegt

 

Damit eine Rechnung ab dem 1.1.2004 zum Vorsteuerabzug zugelassen wird, muss sie die vom Gesetz neu vorgegebenen Parameter enthalten. Nach Auffassung des Bundesfinanzhofs im Urteil vom 1.7.2004 (V R 33/01) kann der Unternehmer Vorsteuerbeträge erst in dem Besteuerungszeitraum abziehen, in dem die materiellrechtlichen Anspruchsvoraussetzungen insgesamt vorliegen. Zu diesen Voraussetzungen gehört eine Rechnung mit allen vom Gesetz geforderten Angaben. Damit ein zeitnaher Vorsteuerabzug möglich ist, muss daher darauf geachtet werden, dass für alle Lieferungen und Leistungen umgehend eine korrekte Rechnung vorliegt.

Uns liegt eine Rechnung aus Ihrem Hause vor, die leider die notwendigen Parameter nicht erfüllt. In der Anlage dieses Schreibens erhalten Sie die Rechnung mit der Bitte zurück, uns schnellstens eine berichtigte Rechnung zu überlassen. Folgende Angaben müssen noch berichtigt bzw. ergänzt werden:

  • Unser Firmenname bzw. unsere Anschrift ist nicht richtig/ausreichend bezeichnet.
  • Auf unsere Absenderangaben bzw. unseren Firmenstempel wird verwiesen.
  • Ihre Firmenbezeichnung entspricht nicht den Vorgaben des Umsatzsteuergesetzes. Bitte den vollständigen Firmennamen angeben.
  • Ihre Firmenanschrift ist nicht vollständig.
  • Ihre vom Finanzamt erteilte Steuernummer bzw. alternativ die Ihnen vom Bundesamt für Finanzen erteilte Umsatzsteuer-Identifikationsnummer fehlt.
  • Das Ausstellungsdatum der Rechnung fehlt.
  • Die Rechnung muss eine fortlaufende Rechnungsnummer, die zur Identifizierung der Rechnung vom Rechnungsaussteller einmalig vergeben wird, enthalten.
  • Die Liefermenge ist nicht (richtig) angegeben.
  • Es fehlt die handelsübliche Bezeichnung der Gegenstände bzw. der Leistung in der Rechnung.
  • Bitte geben Sie den Zeitpunkt der Lieferung bzw. Leistung an. Ein Lieferschein liegt uns nicht vor.
  • In der Rechnung sind die jeweiligen Netto-Entgelte aufgeschlüsselt nach Steuersätzen (z. B. 7 % oder 16 %) getrennt anzugeben.
  • Ein Hinweis auf unsere Rabatt- bzw. Bonusvereinbarung fehlt.
  • In der Rechnung fehlt der Steuersatz.
  • Der auf das Entgelt entfallende Steuerbetrag ist nicht angegeben.

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